Geschlecht – Weder soziales Konstrukt noch Gruppenidentität

Im November letzten Jahres hat das norwegische Parlament ein Gesetz verabschiedet, welches Hassrede gegen Trans-Personen entweder mit Geld- oder sogar mit Freiheitsstrafen ahndet. Skandinavische Länder sind schon lange dafür bekannt die Geschlechter egalitär gleichschalten zu wollen. Dies scheint jedoch das Gegenteil zu bewirken, da sich aufgrund dessen das geschlechtsspezifische Verhalten stärker ausprägt als in anderen Ländern. Dieses gut dokumentierte Phänomen wird auch als „Gender-equality paradox“ bezeichnet. Die postmoderne Behauptung, das Geschlecht sei ein gesellschaftliches Konstrukt, lässt sich also damit weitestgehend widerlegen. Dennoch ist Geschlechtsidentität eines der größten Themen in letzter Zeit. Die LGBTQQIP2SAA-Community unterscheidet zwischen Sex und Gender, also dem biologischen und dem Geschlecht, als das man sich identifiziert. Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist Lili Elbe, eine der bekanntesten ersten Transfrauen, die tragischerweise bei ihrer geschlechtsangleichenden Operation, die zweite, die jemals durchgeführt wurde, ums Leben gekommen ist. Bei ihrer Geschlechtsumwandlung wurden Uterusansätze gefunden, was darauf hindeuten lässt, dass sie intersexuell war. Des Weiteren findet man häufig bei Trans-Personen zerebrale Merkmale des Geschlechts, mit dem sie sich identifizieren. Es lässt sich also eine Korrelation zwischen biologischen Fakten und einer jeweiligen Identität feststellen. Dem ist allerdings nicht mehr so. Wie im Buch „Irreversible Damage“ von Abigail Shrier erläutert, sind Trans- und non-binäre Personen heutzutage häufig jüngere, biologisch weibliche Cliquen, die sich kollektiv dazu entscheiden. Non-binäre Individuen sind Personen, die sich keiner der beiden „sozial-konstruierten“ Geschlechter zugehörig fühlen. Laut ihrer Philosophie ist das biologische Geschlecht nicht entscheidend, sondern ausschließlich die jeweilige Geschlechtsidentität mit zugehörigen Pronomen. Zum Beispiel gibt es das „Zodiac-Gender“, welches eine Geschlechtsidentität basierend auf dem Sternzeichen darstellt oder das „Archaic-Gender“, welches die Geschlechtsidentität einer reinkarnierten, alten Seele beschreibt. Diese sind Teil eines sogenannten „Xeno-Genders“, ein Überbegriff für Geschlechtsidentitäten, die für „normale Menschen“ unbegreiflich sind. Konsequent resultiert diese Philosophie in der Existenz von einer unbegrenzten Anzahl an Geschlechtsidentitäten, da kein Individuum zu hundert Prozent der Idee eines Mannes oder einer Frau entspricht. Aus diesem Grund ist die Philosophie in sich selbst konsistent und ergibt Sinn, und hat demnach mehr mit Identität und weniger mit Geschlecht zu tun. Im Kontrast zu kollektivistischen Ideologien wie Marxismus, Faschismus, radikalem Feminismus, der BlackLivesMatter Organisation etc. weist diese Philosophie erstaunlich „individualistische“ Züge auf. 

Moderner Feminismus ist eine kollektivistische Ideologie, wobei zwischen verschiedenen Arten von Feminismus zu unterscheiden ist. Einige stehen im direkten Kontrast zu Trans-Rechten. Unter Feminismus ist also nicht direkt die Gleichstellung von Mann und Frau zu verstehen. Das, was die Allgemeinheit unter Feminismus versteht, ist eine Philosophie, die „Probleme“ wie die Pink-Tax, Wage-Gap und Man-Spreading adressieren soll. In Wirklichkeit stellen diese Sachverhalte aber keine reellen Probleme dar. Dass sie auch für Männerrechte kämpfen sollen, ist reine Fantasie. Das beste Beispiel dafür sind männerhassende Begriffe wie „Toxic Masculinity“, die „toxisches“ männliches Verhalten auf die „patriarchalische“ Gesellschaft schieben. Einige radikale Feministen, wie die zweite Welle des Feminismus, die sich zwangsweise sexuell lesbisch orientieren, um nicht mit dem „Feind“ schlafen zu müssen, sind vollkommen realitätsfern. Trans-Exklusionäre radikale Feministinnen sind offen misandrien und transphob, da sie Trans-Männer dafür verurteilen die „sisterhood“ verraten zu haben und Trans-Frauen dafür verurteilen, in diese eindringen zu wollen. Das ist offen kollektivistisch und sexistisch und kann nicht als Kampf für Gleichberechtigung interpretiert werden. Diese Gruppenidentität hat nichts mit der bereits genannten Geschlechtsidentität zu tun und wird von der marxistischen Doktrin vorangetrieben, dass Männer und Frauen gesellschaftliche Klassen darstellen.
Noch klarer ist dieser an Externalitäten gebundene Kollektivismus bei der rassenideologischen BLM-Organisation, die Aussagen wie, dass die „weiße Rasse“ ausgelöscht werden muss, da sie an „genetisch rezessiven Defekten“ leidet, treffen. 

Externalitäten sind ein Teil von dir, definieren dich aber nicht. Die Idee, dass dein Geschlecht, deine sexuelle Orientierung, deine Ethnizität etc. dich als Person ausmacht, ist ideologischer, identitärer, gefährlicher Nonsens und ist dieselbe Denkweise, die die Sowjetunion und das dritte Reich erschufen. Du bist du und kein Teil von irgendeinem Kollektiv, dem wahren sozialen Konstrukt. Dein Geschlecht oder sonstige äußere Merkmale spielen nur bei sexueller Präferenz eine Rolle. Leistung und Identität haben nichts damit zu tun.
Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, ist unter Geschlechtsidentität, die Idee zu verstehen, dass jeder Mensch eine individuelle Geschlechtsidentität besitzt, es also unendlich viele Geschlechtsidentitäten gibt, was die Kategorisierung in verschiedene „Gender-Identities“ von der postmodernen Community hinfällig macht. 

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