Postmoderner und radikaler Feminismus ist eine kollektivistische, offen sexistische,
Ideologie, besteht genauer gesagt aus mehreren solchen Gruppierungen. Die
Probleme, die von diesen angeprangert werden, und die dazugehörigen
„progressiven“ Lösungsansätze, sind sehr einseitig betrachtet und weitestgehend
realitätsfern. Angesichts des Weltfrauentages haben wir uns dazu entschlossen,
viele der größten Mythen und Themen, die in diesen Kreisen kursieren, kritisch zu
betrachten, darüber aufzuklären und zu widerlegen.
Die Genesis des postmodernen radikalen Feminismus ist in Gamer-Gate zu finden.
Zur Auffrischung: Gamer-Gate waren die Ereignisse, die sich 2014 nach einem
Skandal über einen Gaming-Journalisten zutrugen, woraufhin die Gamingpresse ihre
eigene Leserschaft als Sexisten dämonisierte. Die Leserschaft reagierte mit einem
heftigen Gegenschlag und rebellierte im Internet gegen die Diffamierung als
vermeintlich rechtsgerichtet.
Diese Voreingenommenheit der Medien ist auch heute gut zu beobachten. Eine
absolute Mehrheit der Jungjournalisten ist linksorientiert und verbreitet
Informationen, aus subjektiver und zum Teil sehr einseitigen Sicht, anstatt
objektiver Daten. Folglich überschwemmte aufgrund des Gamer-Gates eine Welle
des postmodernen Feminismus die Medienlandschaft und brachte Artikel und Videos
hervor, die die Gefahren des „Manspreadings“ adressierten. Als „Manspreading“
wird bezeichnet, wenn ein Mann mit weit gespreizten Beinen in öffentlichen
Verkehrsmitteln zu viel Platz beansprucht und somit die Individualität der Frau
einschränkt. Dass das kein reelles Problem darstellt, steht außer Frage, nicht
jedoch für Feministinnen, die im Zuge dessen noch weitere solcher Neologismen im
Umlauf brachten, so zum Beispiel „Manteruption“ und „Mansplaining“.
Ähnlich wie „Manspreading“ setzen sich diese Anglizismen aus dem Wort „Mann“
und einem weiteren englischen Wort zusammen, wobei „Manteruption“ das
Phänomen beschreibt, dass ein Mann eine Frau unterbricht und so verbal in ihren
Raum eindringt. Analog dazu dringt der Mann beim „Mansplaining“ intellektuell in
den Raum einer Frau ein, wenn er ihr etwas erklärt. Eine leichte Abwandlung dieses
Musters stellt der Begriff „Hepeating“ dar, welches das Wiederholen der Idee einer
Frau durch einen Mann beschreibt, der dies tut und mehr Affirmation erhält.
Männer haben kein Monopol auf diese Verhaltensweisen und die These, dass solches
Benehmen bei Männern schlechter sei als bei Frauen, ist hypokritisch.
Die wohl populärsten bagatellisierten Fakten, die häufig von Feministen
aufgegriffen werden, sind die der Pink-Tax und der Wage-Gap. Die Gender-Pay-Gap
schildert den medianen Einkommensunterschied zwischen Mann und Frau, dessen
Differenz vermeintlich bei 20% liegen soll. Diese berücksichtigt jedoch viele
Aspekte nicht. Männer und Frauen arbeiten tendenziell in unterschiedlichen
Berufen, Männer sind häufiger in Führungspositionen, in der Wirtschaft, Mechanik,
Wissenschaft, Ingenieurwesen und in der Baubranche tätig, Frauen hingegen eher
im Sozialwesen. Die um diese Faktoren bereinigte Gender-Pay-Gap liegt bei in etwa
5%, berücksichtigt jedoch nicht folgendes: Männer arbeiten meist länger, härter,
gehen mehr Risiken ein, erfragen öfter Beförderungen, melden sich seltener krank
und nehmen sich weniger Zeit für ihre Kinder. Dennoch wird immer noch die
Behauptung propagiert, Frauen würden für denselben Beruf nur 80% von dem
Gehalt eines Mannes erhalten, was offenkundig widerlegt werden kann. Zusätzlich
wird behauptet, dass Frauen für dieselben Kosmetikprodukte und bestimmte
Arbeitsleistungen mehr Geld zahlen müssen. Das wird als „Pink-Tax“ bezeichnet
und kombiniert zusammen mit der „Gender-Pay-Gap“ eine angebliche ökonomische
Diskriminierung. Auch hier bedarf es einer näheren Betrachtung: Da der Markt
regelt, gibt es allgemein gesehen unterschiedliche Angebote für unterschiedliche
Zielgruppen, unterschiedliche Produkte haben unterschiedliche Preise. Frauen
legen bei Kosmetikprodukten generell mehr Wert auf Qualität, eine hübschere
Aufmachung und mehr Inhaltsstoffe – biologisch bedingt werden zudem oft andere
Produkte benötigt -, und offensichtlich sind Frauen auch bereit, mehr zu bezahlen.
Noch offenkundiger wird das Fehlen an wissenschaftlicher Evidenz beim
misandrinen Begriff „toxic masculinity“. Toxic masculinity proklamiert, dass
typisches männliches Verhalten toxisch ist und, dass die Gesellschaft
heranwachsenden Männern durch patriarchale Strukturen derartiges Verhalten
anerzieht. Um dies nachzuweisen, werden nun also in vielen Ländern jeweils zwei
Aspekte verglichen, zum einen, wie egalitär die Geschlechter von Kindestagen an
behandelt werden und zum anderen die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei
Erwachsenen. Nun lässt sich anhand der skandinavischen Länder ein gut
dokumentiertes Phänomen beobachten: Obwohl die Geschlechter weitestgehend
gleichgeschalten sind, ist das Verhalten der jeweiligen Geschlechter relativ
gesehen deutlicher ausgeprägt als beim Rest der Welt. Das nennt sich das „Gender
equality paradox“. Dieses unvorhergesehene Ergebnis widerlegt deutlich die These,
dass toxische Männlichkeit auf gesellschaftliche Strukturen zurückzuführen sei. Der
Begriff ist insofern misandrin, da er Männlichkeit unter dem Deckmantel der
Individualität dämonisiert, und Männer dazu auffordert „weiblicher“ zu sein, um
nicht als toxisch angegriffen zu werden. Natürlich dürfen sich Individuen verhalten,
wie sie wollen und, wenn ein Mann ein Kleid tragen will, ist das sein absolutes
Recht und sollte die Öffentlichkeit nicht beschäftigen. Im Umkehrschluss jedoch
sollten „männliche“ Männer nicht als toxisch angesehen werden.
Etwas radikalere Feministinnen behaupten, dass die Mutter all dieser Probleme in
westlichen Ländern die Existenz eines Patriarchats ist. Die Existenz eines solchen
Patriarchats würde bedeuten, dass Männer in so gut wie allen Belangen bevor- und
Frauen benachteiligt sind. Dieses Patriarchat wäre allerdings höchst ineffizient,
wenn man in Betracht zieht, dass Männer häufiger Suizid begehen, schlechter in
der Schule sind, öfter Opfer von Gewalttaten, Arbeitsunfällen und
Vergewaltigungen sind, eine geringere Lebenserwartung haben, häufiger obdachlos
und arbeitslos sind. Vielleicht liegt es einfach
nahe, dass die heutige Gesellschaft psychisch schwächer ist und Personen mit
ähnlichen Hintergründen sich tendenziell ähnlicher verhalten, als, dass eine
mystische Verschwörung Frauen unterdrückt. Häufig wird von Postmodernen mit
der Phrase „acknowledge your privilige“ um sich geworfen. Von einem legalen
Standpunkt aus, ist das nicht korrekt. In Deutschland haben Männer keine
rechtlichen Privilegien, werden aber zum Beispiel öfter vom Militär eingezogen und
bekommen seltener das Sorgerecht, obwohl die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch
ist, dass ein Kind von der Mutter missbraucht wird.
Noch radikalere Feministinnen sehen den Kapitalismus als die Wurzel dieser
„Missstände“. Der Markt sei von Männern dominiert und unterdrücke Frauen. Dass
das kommunistische Propaganda ist, wird spätestens dadurch klar, dass Frauen 80%
der Konsumentscheidungen treffen. Dennoch wird die Frauenquote schon seit den
80ern als Gegengift propagiert. Diese Idee ist naiv, da das Geschlecht eines
Einzelnen nicht ausschlaggebend sein sollte, sondern die jeweilige Kompetenz.
Außerdem liegt dieser Idee eine extreme Doppelmoral zugrunde, da eine
Frauenquote nur in Führungspositionen gefordert wird für die es oftmals gar nicht
genügend Interessentinnen gibt, um die Quote zu erfüllen. Ausgangsgleichheit mit
Chancengleichheit in Relation zu setzen, ist ein Oxymoron. Des Weiteren ist die
Frauenquote illiberal, da sie den Unternehmer in seiner Entscheidungsfreiheit
einschränkt.
Um den größten Eingriff in die Meinungs- und Expressionsfreiheit zu verstehen,
muss zuerst der Unterschied zwischen „offensive“ und „offended“ erläutert
werden. „Offended“ ist man, wenn man sich über etwas echauffiert oder sich
deswegen angegriffen fühlt. „Offensive“ sein, hat zum Ziel, dass sich jemand
„offended“ fühlt. Dass sich jemand „offended“ fühlt, setzt nicht zwingend voraus,
dass jemand „offensive“ gehandelt hat. Selbst wenn man keine bösen Absichten
verfolgt oder einen Witz gemacht hat, läuft man Gefahr, dass sich jemand
„offended“ fühlt. Als logische Konsequenz daraus, werden Leute „gecancelt“, also
metaphorisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Jüngstes Beispiel für die cancel
culture ist die amerikanische Kampfsportlerin und Mandalorian-Darstellerin Gina
Carano. Anfänglich als starke Frau idealisiert, wurde sie wegen vermeintlichem
Antisemitismus und Transphobie zu Beginn dieses Jahres von Lucasfilm entlassen.
Nach zahllosen Anfragen durch Twitter-User, ihre Pronomen in ihrer
Profilbeschreibung anzugeben, schrieb sie aufgrund der Star-Wars-Referenz beep/
bop/boop in ihre Bio. Als Folge wurde sie fälschlicherweise als transphob
diffamiert, woraufhin der Hashtag #cancelginacarano auf Twitter trendete. Als sie
auf Instagram dazu aufrief, Leute nicht wegen ihres politischen Standpunktes zu
„canceln“ und eine Parallele zu der Mentalität in Deutschland vor dem Holocaust
zog, wurde sie wegen Antisemitismus von Disney+ gefeuert und -ironischerweisekurz
darauf von einem orthodoxen Juden, Ben Shapiro, angeheuert. Disney+ ging
den Aufforderungen Gina Carano zu „canceln“ lediglich nach, um als „woke“ zu
gelten. „Woke“ beschreibt den Akt, sehr selbstgefällig und politisch korrekt im
Bezug auf ein soziales Problem zu sein. Auch in deutschen Medien ist das Prinzip
der Wokeness schon oberste Maxime. Dabei ist „gendergerechte“ Sprache ein
Euphemismus für einen teils impliziten und teils expliziten Zwang für das ansonsten
wenig ereignisreiche Gendersternchen.
Eine etwas andere Form der cancel culture ist das gezielte Ausladen vom Halten
öffentlicher Reden an z.B Universitäten, denn viele Studenten finden, dass nur ihre
eigene Meinung bestätigt werden sollte. Alle, die von dieser abweichen, werden als
Referenten nicht geduldet. Die weitestgehend links-feministische Akademia
propagiert auch Lügen wie solche, dass jedes fünfte Mädchen an einer Universität
Opfer von Vergewaltigung sei. Dieser Mythos beruht auf einer nicht
repräsentativen, unwissenschaftlichen Studie, welche anonym und ohne Prüfung
der jeweiligen Anschuldigungen durchgeführt wurde. Dennoch wird diese Idee einer
„Rape-culture“ als unumstrittener Fakt angesehen. „Rape-culture“ -also eine
Vergewaltigungskultur- ist ein soziologischer Begriff, der eine Kultur beschreibt, in
der Vergewaltigung häufig vorkommt und als Folge der gesellschaftlichen
Einstellung zu Geschlecht und Sexualität normalisiert wird. Die Idee, dass es genug
Vergewaltigungen gäbe, um es als Teil unserer Kultur anzuerkennen, hat nichts mit
der Wahrheit zu tun und scheint die Fakten vollkommen zu missachten. Außerdem
impliziert der Begriff „Rape-culture“, dass die Gesellschaft pro Vergewaltigung sei;
in westlichen Gesellschaften ist Vergewaltigung jedoch keineswegs normalisiert.
Eine jede falsche Klage ist vorsätzlicher Rufmord und kann ein Menschenleben
zerstören, selbst, wenn das vermeintliche Opfer seine Verleumdungen zugibt.
Vergewaltigung ist ein immenses Problem in der modernen Gesellschaft und diese
Lügenkultur verharmlost die Situation, was die Glaubwürdigkeit von Opfern
verringert, weshalb sich viele Betroffenen nicht mehr trauen an die Öffentlichkeit
zu gehen. Über 60% der Vergewaltigungsanzeigen sind nicht beweisbar oder
nachweislich falsch. Ironischerweise werden in diesem Kontext trotzdem Narrative
wie „Believe all women“ verbreitet. Wer dem nicht zustimmt, betreibt im
postmodernen Sinn „Victim Bashing“. „Slut-shaming“ und sexuelle Objektifizierung
sind ebenfalls Verhaltensweisen, die allgemein mit „Victim-Blaming“ in Verbindung
gebracht werden. „Slut-shaming“ beschreibt die soziale Ächtung einer Person, die
ungeschriebene Konventionen bricht, was das Ausleben ihrer Sexualität betrifft.
Ironischerweise wird dieses Verhalten größtenteils von Frauen, nicht von Männern,
an den Tag gelegt. Diese Verteilung spielt aber keine Rolle, da solch ein Verhalten
immer zu 100% unhöflich ist. Dasselbe gilt auch für „Body-shaming“, jedoch ist die
Gegenbewegung „Health at every size“ nicht konstruktiv, da Magersucht und
Fettleibigkeit ernstzunehmende gesundheitliche Probleme darstellen.
„Perioden-Shaming“ stellt keinen reellen Sachverhalt dar. Die Fixierung auf die
Periode ist bei vielen radikalen oder transexklusionären Feministinnen
festzustellen, die sogenannte „Pussy churches“ gründen, ihre Fingernägel mit
Vaginas bemalen und Pfannkuchen essen, die als Zutat ihr Periodenblut beinhalten.
Dass dieses Verhalten sektenähnlich und psychotisch ist, steht vollkommen außer
Frage.
Die feministische Perspektive zu Pornographie ist zwiegespalten. Die einen sind der
Meinung, es objektifiziere und missbrauche Frauen, die anderen halten es für
„empowering“. In einer offen liberalen Gesellschaft sollte es legitim sein, dass
zustimmende Erwachsene, ein Video produzieren, veröffentlichen und
konsumieren, ohne, dass dabei eine Partei unwillentlich zu Schaden kommt.
Die Faszination von den sozialen Unterschieden der Geschlechter, lässt sich auf
eine perverse Reinterpretation von Karl Marx zurückführen. Das sieht man vor
allem an den Büchern von Bell Hooks, die die marxistische Doktrin vorantreiben,
dass Frauen und Männer soziale Klassen seien.
Die Fixierung auf das Geschlecht im postmodernen Feminismus legt wahnsinnig
toxisches Verhalten an den Tag. Das Geschlecht ist zweitrangig. Wichtig wäre, dass
wir eine Gesellschaft voller höflicher, starker Menschen erziehen, die andere nicht
aufgrund ihres Geschlechts diskriminieren. Die Motivation ist irrelevant, Sexismus
ist Sexismus. Feminismus ist mittlerweile leider nur noch ein Token für viele
unterschiedliche Gruppen und niemand weiß mehr, für was es eigentlich stehen
soll. Deshalb verstehen sich je nach Land auch nur weniger als 1/5 aller Frauen als
Feministinnen. Ideal wäre eine Gesellschaft, in der alle Kinder dazu motiviert
werden nach den Sternen zu greifen und ihre Träume zu erfüllen. Menschen sollten
zu einem gesunden Selbstbewusst- und Selbstwertgefühl erzogen werden. Die Welt
dreht sich nicht um dich oder deine subjektive Wahrnehmung. Eine Welt, in der
niemand mehr „offended“ sein kann, ist dystopisch, da um dies zu erreichen, die
Expressions- und Meinungsfreiheit aufgrund von subjektiven Eindrücken
eingeschränkt werden müsste. Das ist totalitär, illiberal und nicht individualistisch.

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