Pro-Palästina Demo in Berlin und der importierte Antisemitismus 

Es sind brutale Szenen, die uns in ihrer Menschenfeindlichkeit kaum noch überraschen. Am Samstagnachmittag versammelten sich ca. 500 Personen auf einer „Pro-Palästina“ Demonstration in Berlin-Neukölln. Nach einem Aufruf einer offen antisemitischen Organisation wurde unter dem falschen und bereits widerlegtem Narrativ, dass es sich bei Israel um einen „Apartheidsstaat“ handelt, welcher „ethnische Säuberungen gegen Araber durchführt“ und die sogenannte „Al-Aqsa Moschee schändet“, massiv in linksextremen (Linksjugend Berlin) und in islamistischen Kreisen mobilisiert. Das Ergebnis war in besonders hässlicher Art und Weise am Wochenende zu sehen: Journalisten, Polizeibeamte, Gegendemonstranten; und insbesondere offen zu erkennende Juden wurden unter anderem mit Sprechchören wie „Dreckiger Jude“, „Intifada bis zum Sieg“ und „Tod für Israel“ belegt und/oder dazu auch noch körperlich angegriffen. Es sind Ereignisse, welche sich nicht nur jährlich wiederholen, sondern dazu noch die immer gleichen leeren Worte der Politik hervorholen. Während Innenministerin Nancy Faeser erst einen ganzen Tag später mit einem vorgeschriebenen Statement auf Twitter reagiert und davon spricht, dass „Antisemitismus keinen Platz in unserer Gesellschaft habe“, benennt sie das Problem des importierten Antisemitismus bewusst nicht beim Namen und macht sich damit indirekt mitschuldig. Da stellt sich selbstverständlich die Frage, welche Konsequenzen Frau Faeser daraus ziehen wird? Antisemitismus von Links und aus dem islamistischen Lager weiter zu ignorieren und stattdessen eine weitere „Kampagne gegen Rechts“ zu starten oder Antisemitismus wirklich aktiv zu bekämpfen? Denn eines sollte insbesondere in Deutschland vollkommen klar sein: Wer 77 Jahre nach dem Holocaust das Privileg hat in dieses Land kommen zu dürfen, nur um seine menschenfeindliche Hetze gegen Juden zu verbreiten, hat hier absolut nichts mehr verloren. Wir können nicht jedes Jahr „Nie wieder“ vorheucheln und gleichzeitig Antisemitismus in seiner aggressivsten Art und Weise tolerieren. Antisemitismus bekämpfen!

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